Kritik, Anregungen und
Verbessungsvorschläge
  • Die Gesangsspur und/oder deren Abmischung gefällt mir überhaupt noch nicht.
  • Das Intro benötigt noch Überarbeitung.
  • Die Schlagzeugspur wirkt noch sehr unruhig.
In This Life
The moon outshines the harbour lights
Brighter than the lighthouse in the bay
Ships and boats amidst a shimmering white
Await the dawning of a bright new day
His eyes on every ship that leaves the haven in the dark
A dreamy child rests upon the quay wall
Picturing a time when he´ll be making his mark
Craving the dawn of a life when he no longer will be small
And in a world of colors bright
Each dawning day expected with a sense of delight
And each day unheard of shores and unsolved puzzles invite
When the meaning of a lifetime is the quest for a new horizon
In the future that a child was dreaming
A long time ago in this life
Heading for the light to leave the harbour and the bay
Once more the gates to distant shores are open wide
The captain turns the boat still waiting for the perfect day
A brighter sun, a bigger ship, a better tide.
Trapped in a world of sweet distractions and of schedules always tight
Affairs of everyday keep leading astray
When dreams and chores collide - no need to worry, it´s alright
No need to think about time - there will be another day
To begin this life of colors bright
Each dawning day expected with a sense of delight
Still each day unheard of shores and unsolved puzzles invite
Still the meaning of a lifetime is the quest for a new horizon
In the future that this child was dreaming
A long time ago in this life
Years have passed like days
The brilliant colours of a dream have turned to grey
Ending a long journey in a maze
A crooked man observes the sunset at the bay
The boundless ocean of eternity still saves a distant memory
So beautiful, yet born to fade
He stares out at the motion of the waves that tell his story
And reflect a little child
Whose future he betrayed

In This Life

Ein paar allgemeine Hinweise zur mittelmäßigen Klangqualität sind in der Übersicht zu finden.
"In This Life" ist nicht nur der Titel dieses Liedes, sondern gleichzeitig auch Überschrift dieser gesamten "Liedersammlung". Der Bezug auf dieses Lied erschien mir passend, da "In This Life" im Grunde von der Entstehungsgeschichte aller meiner vorliegenden Musikstücke handelt - allerdings habe ich diese Geschichte in verschlüsselter Form aufgeschrieben.

Bezüglich der Klangqualität sind, wie auch bei den übrigen Liedern, zunächst einige erläuternde Worte erforderlich, die in allgemeiner Form in der Übersicht zu finden sind.

Der Text gliedert sich in drei Strophen, die den verschiedenen Lebensabschnitten des fiktiven Hauptdarstellers entsprechen: Zu Beginn träumt ein kleiner Junge beim Betrachten der Schiffe im heimatlichen Hafen davon, eines Tages selbst hinausfahren und die Welt zu erkunden. Als er schließlich erwachsen ist und alles vorbereitet hat, um seinen Traum zu verwirklichen, beschäftigt er sich tagtäglich weiterhin mit dem Gedanken, wie ihn ein noch größeres Schiff und günstigere Rahmenbedingungen seinem Ziel womöglich noch näher bringen könnten. Schließlich steht er irgendwann als alter Mann am Meer und wird damit konfrontiert, sein Leben für Nebensächlichkeiten verschwendet zu haben.
Die Geschichte hinter diesem Text hat ausnahmsweise tatsächlich mit mir persönlich zu tun - aber anders und zum Glück weit weniger dramatisch als im Text. Das Bild von dem Kind, das über das Meer hinaus die Welt erforschen möchte, ist dementsprechend natürlich nur eine Metapher: Obwohl ich seit vielen Jahren direkt am Meer lebe, habe ich persönlich niemals Ambitionen gehabt, das Festland hinter mir zu lassen oder über das übliche Maß hinaus die Welt zu bereisen.
Die wahre Geschichte hinter den Strophen handelt vielmehr von meinen uralten und immer wieder verschobenen Plänen, eigene Musik zu schreiben und irgendwann womöglich eine Liedersammlung vorzulegen, die zumindest eine selbstgebrannte CD füllen kann. Pläne allerdings, die für viele, viele Jahre immer wieder aufgeschoben wurden.
Schon von Kindheit an habe ich mich immer für Musik interessiert und auch gerne bekannte Lieder nachgespielt, die andere geschrieben haben. Der Gedanke, auch eigene Musik schreiben zu können, kam erst auf, als ich in den letzten Jahren meiner Schulzeit erstmals mit der Musik der frühen Genesis-Alben in Berührung gekommen bin. Die Lieder waren faszinierend anders und viel komplexer als die Musik, die ich bis dahin gehört hatte. Der damalige Eindruck, dass es musikalisch keine Grenzen gibt und dass es problemlos möglich ist, alle mir bisher bekannten Pfade zu verlassen, haben mich sofort sehr beeindruckt.
Nachdem ich daraufhin über Jahre jeden überzähligen Geldschein in entsprechende Aufnahmegeräte und Instrumente investiert habe, hätte es jederzeit losgehen können. Ist es aber zunächst nicht. Es gibt verblüffend viele gute Ausreden, nicht sofort, sondern besser erst morgen zu beginnen - unabhängig davon, ob es darum geht, die Welt zu entdecken oder nur die Klangvielfalt eines neuen Keyboards.
Zum Glück enden alle Parallelen zu dem Jungen, der nie zur See gefahren ist, irgendwo hier mitten innerhalb der zweiten Strophe: Mit der zumindest weitgehenden Fertigstellung der Musiksammlung (zumindest auf Demotape-Niveau) erscheint der "Fluch der 3. Strophe" weitgehend gebannt. Die düstere Abrundung des Liedtextes beruht also natürlich nicht etwa auf altersbedingter Verbitterung. Um diese Hypothese auch mir selbst gegenüber zu überprüfen, habe ich anhand der allerersten Skizzen zu diesem Lied erleichtert festgestellt, dass alle wesentlichen Inhalte schon damals vorhanden waren, als ich allenfalls 25 gewesen bin. Der Arbeitstitel lautete damals "Carpe diem", und um diese Botschaft glaubhaft zu vermitteln, schien ein möglichst desolates Ende erforderlich. Ein positiver Nebeneffekt hätte darin bestehen sollen, dass hierdurch ein gewisser Druck auf mich selbst entsteht, die Dinge etwas ernster anzugehen: möglichst drastische Worte und Bilder mit der Funktion der Warnhinweise auf Zigarettenschachteln. Ähnlich wie bei Letzteren habe ich persönlich mich allerdings offenbar nicht allzu sehr beeindrucken lassen und trotzdem sehr viele weitere Jahre ungenutzt verstreichen lassen.
Da es also letztlich die Musik der frühen "Genesis" gewesen ist, die mein Bild von Musik so stark beeinflusst hat und die den heimlichen Ausgangspunkt dieses Liedes darstellt, habe ich das Lied mit einem instrumentalen Ende ausklingen lassen, das als Hommage an die Musik der frühen Genesis einige der prägenden Stilelemente aufgreift. Diese Formulierung soll mir den unangenehmen Begriff des "Klauens von Ideen" ersparen.
Der auffälligste Bezug zur Musik von Genesis ist natürlich weit mehr als eine stilistische Anleihe: Eine zentrale Idee war von Beginn an, ein musikalisches Zitat aus dem Lied "The Musical Box" zu integrieren und damit auf dessen Handlung anzuspielen. Der Hauptdarsteller dieser Geschichte ist ein Kind, das unter Umständen, die hier nichts zur Sache tun, in seiner Spieluhr gefangen wird und nach seiner Befreiung daraus unverzüglich zu altern beginnt. Äußerlich längst zu einem alten Mann geworden, bleibt er innerlich aber nach wie vor ein Kind. Nachdem ich diese Geschichte im Alter von ca. 20 Jahren kennengelernt habe, habe ich mir damals die Frage gestellt, die sich vermutlich viele junge Menschen stellen: Wie sieht es wohl im wirklichen Leben aus? Werden alte Menschen bzw. diejenigen, die ich damals dafür gehalten habe, auch innerlich alt oder aber bleiben sie hinter ihrer veränderten Fassade noch immer dieselben Personen wie als junger Mensch? Das bekannte Gitarrenmotiv aus "Musical Box" soll also schon vor der Auflösung in der letzten Strophe darauf hindeuten, dass das Kind und sein Traum innerlich noch immer erhalten bleiben, während die Person ständig altert und die verbleibenden Tage zur Umsetzung des Traumes immer weniger werden.
Der zu Beginn besungene 'Leuchtturm in der Bucht' ist real, denn es handelt sich um den in meiner direkten Nachbarschaft gelegenen Leuchtturm 'Arngast' (sh. Foto oben).