Meeting Across The River - Bruce Springsteen

Ein leider viel zu wenig beachtetes Springsteen-Stück, das schon seit Ewigkeiten zu meinen persönlichen Favoriten zählt. Erfreulicherweise hatte ich schon das Glück, „Meeting Across The River“ live zu hören, allerdings habe ich zuletzt beim Konzert in Hannover erwartungsgemäß vergeblich darauf gehofft. Dafür hat mich dieses Hoffen auf die Idee gebracht, mir nach mindestens 20 Jahren des Zögerns und Zweifelns endlich selbst den Spaß zu gönnen, eine eigene Version einzuspielen.
Ausnahmsweise kommt es mir angebracht vor, den Inhalt kurz zu skizzieren, denn ähnlich wie Something In The Night dürfte dieses Lied sicher nicht allen bekannt sein.
„Meeting Across The River“ ist aus der Ich-Erzählperspektive geschrieben und beschreibt den verzweifelten Versuch des gescheiterten Hauptdarstellers, den Respekt seiner Freundin zurückzugewinnen, nachdem er aus Geldnot sogar ihr Radio zum Pfandleiher gebracht hat. Nach einer Reihe nicht näher bezeichneter Fehlschläge hat er offenbar auch in seinem sonstigen Umfeld jegliche Perspektiven verspielt. Als einziger Ausweg in eine bessere Zukunft erscheint ihm ein Treffen mit einer Unterweltgröße in New York, das allerdings daran zu scheitern droht, dass sogar das Geld für die Fahrt nach Manhattan fehlt. Das Lied beginnt mit seiner Bitte an seinen Kumpel Eddie, ihm die Fahrt zu finanzieren und ihn zu begleiten.
Passend zum mutmaßlichen Zustand des Ich-Erzählers habe ich versucht, mich stimmlich eher am Modell "kettenrauchender Alkoholiker" zu orientieren. Gesanglich insofern also definitiv kein ästhetischer Hochgenuss. Bei künftigen Aufnahmen sollte ich zur Abwechslung vorsorglich dokumentieren, dass ich „im realen Leben“ nach wie vor weder rauche noch trinke...